Eine Projektorganisation soll die Abwicklung des Programms zur Bereinigung des Steuerstreits mit den USA koordinieren. Dies hat der Verwaltungsrat der Bankiervereinigung beschlossen, wie deren Sprecher Thomas Sutter gegenüber der «Nordwestschweiz» bestätigt.

Gemäss diesem Programm müssen Banken innert rund 120 Tagen abklären, ob sie am US-Programm teilnehmen wollen oder nicht. Haben Geldhäuser unversteuerte US-Vermögen verwaltet, liefern sie den USA Daten und zahlen eine saftige Busse. Finanzinstitute, die keine solchen Kunden haben, müssen dies von unabhängigen Gutachtern bestätigen lassen. Die von der Bankiervereinigung eingesetzte Koordinationsstelle soll dafür sorgen, dass alle Banken die heute noch offenen Fragen gleich beantworten.

Für die Projektorganisation werden laut Sutter neben einem Leiter auch Experten der Banken und auf das US-Steuerrecht spezialisierte Anwälte tätig sein. Sie sollen die offenen Fragen zur Abwicklung des Programms in Zusammenarbeit mit der Finanzmarktaufsicht und dem US-Justizministerium klären. Zum Beispiel gilt es zu definieren, wer ein US-Steuerpflichtiger ist. Zentral ist auch, was gemäss diesem Programm zu den unversteuerten US-Vermögenswerte zählt. (Sei)