Fossil, der texanische Uhren- und Modekonzern, setzt schon seit längerem auf «Swiss Made». Das verkauft sich gut, besonders in Asien.

Die Diskussionen um die neue Swiss-Made-Regel habe die Firma in ihrer Strategie bestätigt, sagte gestern Martin Frey, Chef von Fossil Europa , an der Einweihung von STC, des neusten Produktionsbetriebes von Fossil in der Schweiz.

Die Swiss-Made-Regel besagt, dass 60 Prozent des Produktwertes in der Schweiz entstehen müssen. Sie wird auf 2017 in Kraft treten.

Derzeit arbeiten in den neuen Räumen am Rande von Glovelier bei Delémont rund 30 Mitarbeitende; im Endausbau sollen es 100 sein.

Frey räumt ein, dass die Abschwächung in China den Zeithorizont für diesen Plan hinausgeschoben habe. Der hohe Frankenkurs ist hingegen für Fossil (Hauptsitz in Texas) weniger Problem: Ein grosser Teil des Geschäfts ist in den USA und auch China rechnet in Dollar ab. Dieser ist recht stark.

In Glovelier werden Uhrengehäuse und sogenannte Platinen, Trägerelemente für Uhrwerke, hergestellt. STC bedeutet Swiss Technology Components.

Die Fossil Group habe sich für den Standort Glovelier entschieden, weil hier gut ausgebildete Fachkräfte und eine ausgezeichnete Verkehrsinfrastruktur vorhanden sind und sich die Firma auf die die Unterstützung der Wirtschaftsförderung des Kantons Jura zählen konnte.

Auch die Nähe zum Produktionsstandort in Biel und dem europäischen Hauptsitz in Basel spielte eine wichtige Rolle.

Fossil kaufte bereits 2012 eine kleine bestehende Fabrik sowie zusätzliches Land. Mit der Gebäuderenovation und einem zusätzlichen Anbau wurde die Produktionsfläche 2013 auf 2200 m² erweitert, 2014 wurde eine Testproduktion für Uhrgehäuse aufgenommen.

Mit dem gestern Neubau wird die gesamte Produktionsfläche auf 5600 m² erhöht. Die Parzelle wurde genau vor drei Jahren gekauft. «Es ist der Anfang einer neuen Ära», sagte Laurent Matthey, Leiter der Fossil-Produktion Schweiz.