Der US-Präsident dürfe nach Graubünden kommen. Willkommen sei seine „Me-First-Politik“ deswegen nicht, teilte die SP Graubünden am Mittwoch mit. Demonstriert werden soll am Donnerstag nächster Woche am Nachmittag auf dem Postplatz in Davos Platz. "Friedlich und gewaltfrei", wie die Partei weiter schrieb.

Mit im Boot sind die Jungen Grünen Schweiz sowie die Schweizer Nichtregierungsorganisation "Campax", wie die Juso mitteilten. Mit der Kundgebung wollen die Organisatoren eigenen Angaben zufolge jenen eine Stimme in Davos geben, die sich für eine "offene, solidarische und umweltfreundliche Welt" einsetzen.

Weiter schrieben Juso und Bündner SP, sie erwarteten auch von der offiziellen Schweizer Politik klare Worte gegen die Leugnung des Klimawandels, Sexismus und Abschottung.

"Wir mobilisieren auf allen Kanälen"

Lukas Horrer, Bündner SP-Parteisekretär, sagte auf Anfrage, er hoffe auf eine Kundgebung mit 200 bis 300 Leuten. Horrer: "Wir mobilisieren auf allen Kanälen."

Demonstrationen in Davos selbst waren in den letzten Jahren auf wenig Echo gestossen. Kundgebungen gegen das WEF erlebten ihren Höhepunkt um die Jahrtausendwende.

Die letzte grosse Manifestation gegen das Davoser Forum hatten Polizei und Armee 2004 mit einem Grossaufgebot in Landquart gestoppt. Über 1000 Personen waren damals im so genannten "Landquarter Kessel" festgehalten und von der Polizei bei grimmiger Kälte bis in die frühen Morgenstunden kontrolliert worden.