Rund 35 Filialen betreibt der US-Kaffeeriese Starbucks hierzulande. Nun könnte ihm Konkurrenz erwachsen. Die für Kaffee und Donuts bekannte kanadische Fastfood-Kette Tim Hortons, die zusammen mit Burger King zu Restaurant Brands International (RBI) gehört, hat vor einigen Wochen eine Schweizer Niederlassung gegründet. Weltweit gibt es über 4500 Tim-Hortons-Restaurants.

Ende 2016 kündigte RBI-Chef Daniel Schwartz an, mit Tim-Hortons-Restaurants expandieren zu wollen. Bereits bestätigt ist die Expansion nach England. Zu den Zielen der neuen Schweizer Niederlassung hält sich der Konzern aber bedeckt. Der Zweck der Gesellschaft ist im Handelsregister mit der «Erweiterung der Geschäftstätigkeit ausserhalb Kanadas und der USA» umschrieben. Die Pressestelle teilt nach mehreren Anfragen nur mit, man kommentiere die eigenen Wachstumspläne zurzeit nicht.

Coop und Migros haben die Nase vorn

Den Kampf um die pendelnde Kundschaft an Hochfrequenzlagen dominieren heute in erster Linie Migros und Coop mit ihren Formaten Migrolino und Coop Pronto. Beide tüfteln zudem an neuen Konzepten. Coop hat Ende letztes Jahr am Bahnhof Bern eine erste Filiale von «Zopf & Zöpfli» eröffnet, ähnlich dem Brezelkönig-Konzept von Valora, aber mit Zopf- statt Laugenbroten. Zudem übernahm der Basler Genossenschaftsriese 2014 die Schweizer Marché-Restaurants von Mövenpick.

Im Gespräch mit der «Schweiz am Wochenende» verrät Coop-Vizechef Philipp Wyss nun erstmals seine weiteren Expansionspläne: «Wir sind mit der ersten Filiale von Zopf & Zöpfli sehr zufrieden. Mittelfristig sehen wir ein Potenzial von 20 Standorten.» Der Vorteil: Für Food-Konzept benötigt Coop nur kleine Flächen von 12 bis 15 Quadratmetern. Anders bei Marché, wo Coop mit dem «Express»-Konzept expandiert: «Hier brauchen wir etwas grössere Flächen, deshalb sehen wir mittelfristig ein Potenzial von maximal 10 Filialen», sagt Wyss.

Die Migros Zürich hat ihrerseits diese Woche am Hauptbahnhof mit «Frau Helvetia» ein neues Swissness-Konzept an den Start geschickt. Eine Expansion sei mittel- bis langfristig an Verkehrsknotenpunkten mit hoher Frequenz angedacht, sofern das Angebot ankomme, sagt Sprecher Francesco Laratta.