Insgesamt legte der Konzerngewinn in dem Jahr um knapp 11 Prozent auf 314,1 Millionen Franken zu, wie die sich im Besitz der Fürstenfamilie befindende Gesellschaft am Montag mitteilte.

Grossen Einfluss auf das Resultat hatten Akquisitionen. 2018 waren die Erträge und Kosten des 2017 akquirierten Private-Banking-Geschäfts von ABN Amro in Asien und dem Mittleren Osten sowie des Private-Debt-Managers European Capital Fund Management erstmals ganzjährig in den Resultaten enthalten.

Neun Prozent höherer Bruttoerfolg

Der Bruttoerfolg nahm dabei um 9 Prozent auf 1,68 Milliarden Franken zu. Dies widerspiegle nebst den "erfolgreich" integrierten Akquisitionen auch weiteres organisches Wachstum, hiess es in dem Communiqué.

Der Kommissions- und Dienstleistungserfolg stieg 2018 um 8 Prozent auf 1,09 Milliarden. Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft erhöhte sich um 20 Prozent auf 227,8 Millionen. Zu diesem klaren Anstieg habe vor allem das ausgebaute Geschäft in Asien beigetragen. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft und sonstige Erträge nahmen um 3 Prozent auf 307,8 Millionen zu.

Das höhere Geschäftsvolumen war in der Berichtsperiode jedoch auch auf der Aufwandseite spürbar. Der Geschäftsaufwand nahm auf 1,24 Milliarden Franken zu - eine Plus von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis blieb unverändert bei rund 74 Prozent.

Dabei erhöhte sich der Personalaufwand um 8 Prozent auf 924 Millionen. Hauptgrund hierfür war ein höherer Mitarbeiterbestand, wie die Bank erklärte. Der Sachaufwand stieg um 15 Prozent auf 316,4 Millionen. Die Wertberichtigungen, Abschreibungen und Rückstellungen blieben mit gut 84 Millionen Franken stabil.

Verwaltete Vermögen leicht tiefer

Einen Dämpfer muss die Bank im Bereich der verwalteten Vermögen vermelden. Diese nahmen per 31. Dezember 2018 um etwa 2 Prozent ab auf noch 198,2 Milliarden - trotz Neugeldzuflüssen von 6,8 Milliarden. Verantwortlich macht das Institut hierfür "negative Markt- und Währungseffekte".

Die Bilanzsumme betrug per 31. Dezember 2018 43,4 Milliarden und lag damit 3,7 Prozent über dem Wert per Ende 2017. Die Kernkapitalquote (Tier 1) belief sich auf 17,6 Prozent, gegenüber 18,8 Prozent im Vorjahr.

2018 sei nach den Akquisitionen der vergangenen Zeit ein Konsolidierungsjahr gewesen, so das Fazit von Prinz Max von und zu Liechtenstein gemäss Mitteilung. Beim Blick nach vorne zeigt sich die LGT Group optimistisch. Man werde "auch unter unsicheren Marktbedingungen weiteres profitables Wachstum erzielen".

Künftig wolle man nun im Rahmen der langfristigen Wachstumsstrategie die internationalen Plattformen weiter stärken sowie Skaleneffekte umfassender nutzen. Mit dem diesen März in Bangkok eröffneten Standort wolle man ausserdem noch einmal den Wachstumskurs in Asien forcieren.