Im Zuge der Pleite der Airline Skywork stellte sich eine Frage: Wer übernimmt künftig die Versorgungsflüge für die Schweizer Armeedelegation in Kosovo. Diesen Auftrag flog Skywork seit Anfang dieses Jahres für die Schweizer Armee. Eigentlich war vorgesehen, dass die Airline bereits ab dem Herbst 2017 fliegt. Finanzielle Turbulenzen verhinderten dies aber.

Diese Frage ist nun beantwortet: Es übernimmt Zimex Aviation. Eine Schweizer Airline aus Glattbrugg ZH. Diese fliegt laut Eigenangabe für grosse Mineralölindustrieunternehmen, internationale humanitäre Organisationen und UNO-Organisationen. Die Airline hat 24 Flugzeuge, vornehmlich kleinere Passagierflugzeuge.

Das VBS wollte den Deal auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Klar ist aber: Ein entsprechender Zuschlag an Zimex wurde gestern veröffentlicht. Anfang September sagte ein VBS-Sprecher gegenüber der «Schweiz am Wochenende», dass man auf der Suche sei nach einem Skywork-Nachfolger und Bundesmaschinen zum Einsatz kommen, um die Versorgungsflüge nach Kosovo sicherzustellen. Nun ging alles sehr schnell: «Aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse wird die Beschaffung so dringlich, dass kein offenes oder selektives Verfahren durchgeführt werden kann», heisst es im Zuschlagsentscheid.

Bis jetzt war nicht klar, wie viel Geld die Armee für die Versorgungsflüge bezahlt. Zimex erhält nun etwas über eine Million Franken für den Auftrag, der bis Ende Jahr 2020 läuft. Interessant: Der Posttransport, der Teil des ursprünglichen Engagements von Skywork war, ist laut dem Zuschlag nicht Teil des Auftrags an Zimex.