Verschiedene Leuchtmittel verschwinden seit 2009 jeweils ab Anfang September schrittweise vom Markt. Damals machte eine EU-Richtlinie den starken Glühbirnen den Garaus. Später folgten schrittweise bis 2012 die schwächeren. Ab September 2016 traf der Bann die Hochvolt-Halogenlampe.

Jetzt hat das letzte Stündlein auch für alle übrigen Halogenlampen geschlagen. Längstens verkauft werden dürfen sie noch bis Ende August 2019, wie der im Internet aufgeschalteten Energieeffizienzverordnung vom August 2016 zu entnehmen ist. Damals gewährte die Schweiz der Halogenlampe im Gleichschritt mit der EU noch eine Gnadenfrist von zwei Jahren.

Wechsel auf LED möglich

Die Halogenlampen gehören den Energieklassen C oder D an. Bei den meisten Leuchten können die Birnen oder anderen Leuchtmittel problemlos durch LED-Lampen ersetzt werden. Bei einigen Dimmern können indessen Probleme auftreten, wie es auf Internetseiten der Fachvereinigungen heisst. Diese müssten dann ausgetauscht werden.

Über eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch LED-Lampen sind die Meinungen geteilt. Die Leuchtmittel können über einen höheren Weiss- und Blaulicht-Anteil als herkömmliche Lampen verfügen.

Bei der Wahl von modernen Warmweiss-LED-Lampen sollte das dahinfallen und im Wohnbereich das gewohnte Lichtspektrum herrschen. Studien konnten weder Augenschäden, Kopfweh noch Schlafstörungen durch die Lampen nachweisen.

Halogenlampen - Ein Verkaufsrenner

Rund zwölf Prozent des Schweizer Stromverbrauchs entfallen gemäss dem Bundesamt für Energie (BFE) auf die Beleuchtung. Gemäss jüngsten Zahlen des Bundesamts war die Halogen-Lampe 2016 mit einem Marktanteil von 48 Prozent das meistverkaufte Leuchtmittel.

LED-Lampen kamen auf einen Anteil von 23 Prozent. Niederdruckentladungslampen - Neonröhren - waren mit 20 Prozent die drittgrössten Marktteilnehmer. Sie sind energieeffizient. Auf der Strasse hat sich LED praktisch durchgesetzt. Die herkömmliche Energiesparlampe erreichte 2016 noch einen Anteil von 2 Prozent.