Wachstumstreiber seien vor allem die Präzisionsantriebe mit hohem Wirkungsgrad und die dazugehörige Elektronik gewesen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in einem Communiqué mit. So habe Maxon in der Medizintechnik zugelegt, wo das Unternehmen Antriebe beispielsweise für Insulinpumpen, Medikamentendosiersysteme oder Operationsroboter für Spitäler herstelle, sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Auch die Industrieautomation habe zum Wachstum beigetragen. Für diese produziert Maxon unter anderem Laborgeräte.

Schweiz gewachsen

Am meisten Umsatz macht das Unternehmen in Europa in Deutschland. Die Schweiz liegt auf Platz zwei gefolgt von England. Hierzulande kletterte der Umsatz um 6,2 Prozent auf 68,8 Millionen Franken. Auch Italien und die iberische Halbinsel hätten markant zugelegt, schrieb Maxon weiter.

Nach einigen Jahren der Stagnation gehe es auch in den USA wieder kräftig aufwärts. Dort werde in der Nähe von Boston bald eine neue Fabrik den Betrieb aufnehmen.

Und in Asien habe man in Japan, Südkorea und Taiwan neue Rekordmarken erreicht. In China sei Maxon in den vergangenen Jahren im zweistelligen Bereich gewachsen. Innerhalb von vier Jahren habe man ein Umsatzplus von 100 Millionen erzielt.

Neue Stellen geschaffen

Das kräftige Wachstum macht sich im Personalbestand bemerkbar. Im vergangenen Jahr schuf Maxon 120 neue Stellen, womit die Mitarbeiterzahl auf 2'577 kletterte. Der grösste Teil der neuen Stellen sei im Ausland geschaffen worden, sagte ein Sprecher. In der Schweiz hat die Zahl der Beschäftigten um 39 auf 1'211 zugenommen.

Gewinnzahlen gibt das Unternehmen in Privatbesitz traditionell nicht bekannt. Der Cashflow stieg von 41,7 Millionen auf knapp 50 Millionen Franken.

Der Start ins neue Geschäftsjahr 2018 sei gut gewesen, hiess es: In den ersten Monaten habe es ein starkes Wachstum gegeben. Auftragsbestand und Umsatz würden über dem Vorjahresniveau liegen.

Aufgrund der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung geht das Unternehmen davon aus, dass sich das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte etwas verlangsamen wird. "Deshalb werden wir die weitere Expansion mit der notwendigen Vorsicht angehen," erklärte Hauptaktionär Karl-Walter Braun.