Laut der am Donnerstag vom Internet-Vergleichsdienst Comparis veröffentlichten Umfrage finden ein Drittel der Befragten, der Arbeitsweg sollte ohne Einschränkung angerechnet werden. 23 Prozent würden nur zustimmen, falls während der Reisezeit auch tatsächlich gearbeitet wird.

9 Prozent würden die Regel nur gelten lassen, wenn man mit öffentlichen Verkehrsmitteln pendelt. Gegen eine Anrechnung der Reisezeit als Arbeitszeit sind demnach 35 Prozent der Befragten.

Fast jeder zweite Westschweizer (48 Prozent) würde gerne näher am Arbeitsplatz wohnen. Bei den Deutschschweizern sind es laut der Studie 35 Prozent, bei den Tessinern 34 Prozent. Trotzdem zögen viele Betroffene (47 Prozent) nicht um, weil es ihnen an ihrem Wohnort gefällt.

Ein Drittel der Befragten gab an, sich eine gleichwertige Wohnung näher am Arbeitsplatz nicht leisten zu können. Zudem hat die Umfrage auch gezeigt, dass die Schmerzgrenze für einen Umzug bei den meisten Pendlern bei einer bis eineinhalb Stunden pro Wegstrecke liegt.

37 Prozent pendeln gerne

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln pendelt, stört sich gemäss der Umfrage am meisten an Verspätungen (54 Prozent), den Kosten (46 Prozent) und den fehlenden Sitzplätzen (41 Prozent). Autopendler störten sich zuerst am Verkehr (60 Prozent), an den Kosten (42 Prozent) und an den anderen Verkehrsteilnehmenden (31 Prozent).

Immerhin 37 Prozent gaben an, dass sie allen Einschränkungen zum Trotz gerne bis sehr gerne pendeln. 61 Prozent haben dabei einen Reiseweg von maximal 30 Minuten pro Weg. Jeder Vierte ist zwischen 30 und 60 Minuten unterwegs. Für 10 Prozent dauert der Weg zur Arbeit über eine Stunde pro Weg.

Die meisten Menschen pendeln mit dem Auto (48 Prozent) oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln (35 Prozent).

Die Umfrage wurde im Dezember bei 1032 Arbeitspendlern aus allen Regionen der Schweiz durchgeführt. Befragt wurden Internetnutzer im Alter von 18 bis 74 Jahren, die berufstätig sind und ihr Haus oder ihre Wohnung verlassen, um an den Arbeitsort zu gelangen.