Die Anlage soll in Dschubail an der Golfküste gebaut werden. Die ersten der 26 Produktionseinheiten sollen 2015 laufen, im darauffolgenden Jahr werde die Anlage vollständig in Betrieb sein und jährlich mehr als drei Millionen Tonnen Chemie- und Plastikprodukte herstellen.

Das Projekt soll jährlich einen Umsatz von etwa zehn Mrd. Dollar erreichen und den beiden Konzernen durchschnittlich je 500 Mio. Dollar einbringen. Ziel ist es, das Gemeinschaftsunternehmen an die Börse zu bringen. Ein Datum steht allerdings noch nicht fest.

Dow erhält mit dem Geschäft Zugang zu den immensen Erdgasbeständen Saudi-Arabiens und rückt näher an Kunden in Europa, Asien und Afrika ran.

Tausende neue Stellen

Der Ölkonzern Saudi Aramco stellt sich mit dem Ausbau des Petrochemie-Geschäfts breiter auf und kann mit einer verlässlichen zusätzlichen Umsatzquelle rechnen. Tausende neue Arbeitsplätze sollen in dem arabischen Königreich entstehen.

Anfangs wird Aramco Industriekreisen zufolge knapp zwei Drittel an dem Gemeinschaftsunternehmen halten. Bis zum Börsengang in Saudi-Arabien werde der Anteil von Dow aber voraussichtlich auf 50 Prozent steigen.