Die Anleger reagierten nach der Publikation der Zahlen durch das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschuss euphorisch: Die Aktien sprangen im nachbörslichen Handel um rund 15 Prozent nach oben. Allerdings steckte der Kurs bereits ziemlich im Keller.

Die Aktien stiegen auf rund 8,50 Dollar - damit ist sie allerdings noch weit von dem Ausgabepreis von 17 Dollar beim Börsengang im Frühjahr 2017 entfernt.

Snap gelang es im vergangenen Geschäftsquartal besser, die Nutzerzahlen in Werbeerlöse umzumünzen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um mehr als ein Drittel auf 389,8 Millionen Dollar, wie der Mutterkonzern Snap weiter mitteilte.

Zugleich wurde der Quartalsverlust um 45 Prozent auf 191,7 Millionen Dollar verringert. Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen der Wall Street klar.

Facebook auf den Fersen

Snapchat macht die scharfe Konkurrenz durch Facebooks Foto-Dienst Instagram schwer zu schaffen. Snap reagierte im vergangenen Jahr unter anderem mit einer Umgestaltung der App. Das neue Design sollte sie vereinfachen und auch für ältere Leute attraktiver machen. Doch es kam bei eingefleischten Snapchat-Nutzern nicht gut an und musste nachkorrigiert werden.

Snapchat wurde einst als eine Plattform gehandelt, die Facebook gefährlich werden könnte. Der Dienst mit den von allein verschwindenden Fotos war vor allem bei jungen Nutzern populär. Doch Facebook-Chef Mark Zuckerberg gelang es, dem Herausforderer den Wind aus den Segeln zu nehmen. Dazu trug unter anderem bei, dass Facebook und Instagram die beliebte Snapchat-Funktion "Stories" kopierten, bei der Nutzer Fotos und Videos für einen Tag mit ihren Freunden teilen können. Instagram hat nach jüngsten Facebook-Angaben 500 Millionen "Stories"-Nutzer täglich.