An der Generalversammlung der Schaffner Holding AG aus Luterbach wurden alle Anträge des Verwaltungsrats klar bestätigt. In den Abstimmungen der 187 anwesenden Aktionäre im Solothurner Landhaus bewegte sich der Ja-Anteil meist im Bereich zwischen 99 und 100 Prozent.

Die Aktionäre konnten auf das bisher erfolgreichste Geschäftsjahr der Firma zurückblicken. Verwaltungsratspräsident Urs Kaufmann sprach von deutlichen Fortschritten in allen drei Produktionsbereichen und einem zweistelligen Wachstum (13,2 Prozent über Vorjahr). Mit 220 Mio. Franken wurde der höchste Umsatz in der Firmengeschichte erzielt. Dabei war das Wachstum im stärksten Bereich Elektromagnetische Verträglichkeit (Electromagnetic Compatibility, EMC) mit 18 Prozent auf 115,9 Mio. Franken auch am höchsten. Der Bereich Automotive (AM) legte um 3,5 Prozent auf 49 Mio. Franken Umsatz zu. Auch der Bereich Leistungsmagnetismus (Power Magnetics, PM) wuchs um 13 Prozent auf 56,6 Mio. Franken. Hier wurde aber die Gewinnschwelle in der laufenden Restrukturierung (siehe Kurzinterview) noch nicht erreicht. Laut Kaufmann soll der Turnaround in diesem Jahr erfolgen und auch hier die Gewinnschwelle erreicht werden.

Die Aktionäre genehmigten eine Dividende von 6.50 Franken je Aktie. 44 Prozent des Konzerngewinns fliessen in die Dividendenausschüttung. Im Rahmen einer nicht bindenden Konsultativabstimmung haben die Aktionäre zustimmend vom Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2017/18 Kenntnis genommen.

Statuten geändert

Bei der Festlegung der Vergütung des Verwaltungsrats bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung genehmigte die Generalversammlung für den fünfköpfigen Verwaltungsrat einen maximalen Gesamtbetrag von 600 000 Franken. Für die Vergütung der Geschäftsleitung, bestehend aus einem CEO und fünf weiteren Mitgliedern, im Geschäftsjahr 2019/20 wurde ein maximaler Betrag von insgesamt 4 Mio. Franken festgelegt.

Die Aktionäre haben weiter zugestimmt, das bedingte Aktienkapital der Schaffner Holding AG abzuschaffen und die Statuten im Zusammenhang mit der Vergütung des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung zu ändern. Laut Urs Kaufmann sollen die Vergütungen künftig einfacher und transparenter festgelegt werden. Sie bestehen künftig aus einer fixen, monatlichen Vergütung sowie einem variablen Anteil entsprechend der Erreichung der Jahresziele in Form einer Vergütung und von gesperrten Aktien.

Neues Gebäude für den Hauptsitz

Urs Kaufmann ist als Mitglied und Präsident des Verwaltungsrats wiedergewählt worden; auch die bisherigen Mitglieder des Verwaltungsrats Phillipp Buhofer, Gerhard Pegam, Suzanne Thoma und Georg Wechsler wurden für den gleichen Zeitraum bestätigt. Sie dirigieren einen Konzern mit bald 4000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf der ganzen Welt. In diesem Jahr sollen der neue Hauptsitz in Luterbach sowie eine neue Fabrik in Thailand eingeweiht werden können.