Bei der WTO sind diverse Beschwerden gegen Trumps Strafzölle eingegangen. Die WTO ist eine internationale Organisation mit Sitz in Genf, die sich mit der Regelung von Handels- und Wirtschaftsbeziehungen beschäftigt.

Im Juli hatte Trump der WTO wegen angeblicher Unfairness mit Konsequenzen gedroht. "Die WTO hat die USA sehr, sehr schlecht behandelt und ich hoffe, sie ändert dies", sagte Trump damals. Falls nicht, würden die USA "etwas unternehmen". Der US-Präsident hat wiederholt kritisiert, dass sein Land im Welthandel benachteiligt werde und die WTO beschuldigt, die USA "über den Tisch ziehen" zu wollen.

«EU fast so schlimm wie China, nur kleiner»

Ebenfalls am Donnerstag wies Trump ein Angebot der EU zur Aufhebung gegenseitiger Zölle auf Autos zurück. "Es ist nicht gut genug", sagte der US-Präsident der Nachrichtenagentur Bloomberg. 

Wenige Stunden zuvor hatte die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström erklärt, die EU sei bereit, ihre "Autozölle auf null zu reduzieren", wenn die USA dasselbe täten.

"Ihr Kaufverhalten ist, ihre Autos zu kaufen, nicht unsere Autos zu kaufen", sagte Trump mit Blick auf Verbraucher in der EU. "Die Europäische Union ist fast so schlimm wie China, nur kleiner", sagte Trump weiter. 

Angesichts der Handelsstreitigkeiten hatten sich Trump und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Juli darauf verständigt, auf einen fast vollständigen Abbau von gegenseitigen Beschränkungen im Handel mit Industriegütern hinzuarbeiten. Der Autosektor wurde davon ausgenommen. (sda/nch)