Dazu trug der Sondereffekt aus der Steuerreform 3,35 Milliarden Dollar bei, wie das Geldhaus aus San Francisco am Freitag mitteilte. Im Gesamtjahr stieg der Gewinn unter dem Strich leicht auf 22,2 Milliarden Dollar.

Dass der Gewinn nicht noch stärker stieg, hängt mit den zahlreichen Skandalen zusammen, die die Bank erschüttert haben. Für die Bewältigung von Rechtsstreitigkeiten verbuchte das Institut im Schlussquartal eine Belastung von 3,25 Milliarden Dollar vor Steuern.

Mit der grössten Steuerreform in den USA seit 30 Jahren sinkt die Körperschaftssteuer auf 21 Prozent von 35 Prozent. Dadurch muss Wells Fargo weniger Geld für künftig anfallende Steuern einplanen, der Gewinn wird aufgebläht.

Andere Grossbanken, etwa JP Morgan, müssen hingegen zunächst eine Belastung verbuchen: Denn viele Institute hatten während der Finanzkrise hohe Verluste erlitten, die sie über Jahre geltend machen konnten und die die Steuerlast drückten. Mit dem künftig niedrigeren Steuersatz sinkt der Wert dieser Verlustvorträge nun.