«Die Kantone Zug, Zürich und Basel-Stadt belegen die ersten drei Plätze des Kantonalen Wettbewerbsindikators (KWI) 2018. Im kantonalen Vergleich weisen sie damit erneut das höchste langfristige Wachstumspotenzial auf», schreibt die UBS zu der Studie.

Gut sehen die Aussichten auch für den Aargau aus. Der Wert von 82,1 bleibt, genau wie der Rang innerhalb der Kantone (4), unverändert. Basel Stadt ist zwar nach wie vor auf Platz 3, allerdings schafft es der Kanton diesmal auf einen Wert über 90 und rutscht deshalb in die Kategorie "Top". 2016 erreichte Basel Stadt noch einen Wert von 88,4.

Kantonaler Wettbewerbsindikator 2018

Kantonaler Wettbewerbsindikator 2018

Die Wettbewerbsfähigkeit ändere sich nur langsam, heisst es weiter. «Daher bleiben die Platzierungen gegenüber der letzten Ausgabe des KWI aus dem Jahr 2016 für vierzehn Kantone unverändert.» 

Steuerreform 17 bringt Veränderung

Die relativen Standortkosten für Firmen haben sich im Vergleich zu 2016 kaum verändert. Jedoch dürften, so heisst es in der Studie, die Anpassungen der kantonalen Gewinnsteuersätze im Rahmen der Steuerreform 17 Bewegung in die Sache bringen. Genf und Waadt würden gemäss aktuellem Stand steuerlich deutlich attraktiver werden, während Zürich und Aargau an relativer Wettbewerbsfähigkeit einbüssen würden.

Allerdings dürften, mehr als bisher, Kostentreiber wie Büromieten, Energiepreise, Löhne und Steuern für natürliche Personen in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Die Verlierer wären dann die Zentralschweizer Kantone, die bisher mittels aggressiver Tiefsteuerpolitik die Firmenansiedlung forciert haben. Die Ostschweizer Kantone St. Gallen und Thurgau sowie Solothurn und das Tessin würden von den neu im Fokus stehenden Kostentreibern profitieren und damit auf der Gewinnerseite stehen.

55 Variablen zu 8 Themen

Für die Analyse wurden acht Bereiche untersucht, insgesamt wurden 55 Variablen gemessen. Zu jedem Thema werden 100 Punkte vergeben, wobei der stärkste Kanton automatisch die Maximalpunktzahl bekommt.Ein höherer KWI-Wert eines Kantons impliziert eine höhere Wettbewerbsfähigkeit relativ zu den anderen Kantonen. Und so sehen die die Stärken und Schwächen der Kantone in den einzelnen Kategorien aus (braun der Kantonswert, grau der Durchschnitt):