Die Fluggesellschaft Swiss will auf Europaflügen ab Genf ein neues Verpflegungskonzept testen. Laut einem Bericht der Sonntagszeitung führt die Lufthansa-Tochter noch diesen Frühling ein neues Verpflegungskonzept ab der Westschweizer Metropole ein und will Kunden vermehrt zur Kasse bitten.

Passagiere in der Holzklasse mit dem tiefsten Handgepäcktarif Light sollen künftig nur noch Wasser und Schoggi gratis ausgehändigt bekommen. Economy-Gäste mit Classic-Tarif (mit Koffer) oder Flextarif (Umbuchung ohne Gebühr) sollen dazu voraussichtlich noch einen Snack wie Nüssli oder Schoggiriegel erhalten. Sandwiches, weiteres Essen und Getränke sollen kostenpflichtig werden. Zwar beschränkt sich das Konzept zunächst auf Genf. Innerhalb der Lufthansa prüft aber eine Arbeitsgruppe, ob dieses im Europaverkehr auf die Premium-Airlines – sprich Lufthansa, AUA und den Rest der Swiss - ausgeweitet werden kann. Falls es soweit kommt, würde es auch auf Flügen ab Zürich umgesetzt.

Denn der Vorstoss entspricht dem Branchentrend. Auch «renommierte» Gesellschaften wie British Airways verlangen auf kurzen Strecken mittlerweile Geld für Essen an Bord.

Früher oder später würden auch Fluglinien wie Luft­hansa und Air France nachziehen, sagt der Chef der deutschen Ferienfluggesellschaft Condor, Ralf Teckentrup, der lange Jahre im Lufthansa-Management tätig war. «Das ist mittlerweile das Marktniveau in Europa. Schon allein, damit man im Wettbewerb um die Passagiere preislich mithalten kann, braucht es Tarife ohne Verpflegung». 

(watson.ch/sda)