Wer A sagt, muss auch B sagen, heisst es im Volksmund. Gemeint ist die Tugend, erst dann zur Tat zu schreiten, wenn man auch die Folgen des eigenen Handelns akzeptieren kann. Klingt einfach, ist aber schwierig.

Leichter ist es für Verwaltungsräte: Ihre Pflicht besteht darin, die Interessen der Firma zu wahren. Fehlentscheidungen sind kein Verstoss, sofern sie in guten Treuen getroffen wurden.

Mit der strategischen Neuausrichtung hat der ABB-Verwaltungsrat im vergangenen Jahr eine Entscheidung getroffen, deren Erfolg erst in einigen Jahren beurteilt werden kann.

Klar war indessen, dass ABB mit dem Verkauf der Stromnetzsparte einen zentralen Teil der eigenen Geschichte preisgeben würde. Ohne das historisch gewachsene Selbstverständnis stellt ABB nurmehr ein Portefeuille dar, das verschiedene industrielle Aktivitäten unter einem Dach vereint.

Es überrascht daher nicht, dass Investoren nun eine weitere Aufteilung fordern. Schliesslich hat der Verwaltungsrat schon A gesagt.