Wird jetzt vor allem gespart?

Axel Wüstmann: Wir haben schon immer gespart und investiert. Das geht Hand in Hand. Auch das Joint Venture kann den Markt nicht verändern, aber wir haben nun viel bessere Möglichkeiten zu agieren, wenn wir die Kräfte bündeln. 

Wie viele Leute werden entlassen?

Pläne für Entlassungen gibt es keine. Wie gesagt: Wir haben immer gespart und werden auch in Zukunft sparen. Wenn es zu einem Stellenabbau kommt, werden wir diesen so sozialverträglich wie möglich umsetzen. Eins ist sicher: Die Arbeitsplätze in der gemeinsamen Unternehmung werden am Schluss sicherer sein, als sie bei einem Alleingang gewesen wären.

Axel Wüstmann: «Gemeinsam werden wir viele Dinge besser tun können»

Axel Wüstmann: «Gemeinsam werden wir viele Dinge besser tun können»

Die AZ Medien und die NZZ-Mediengruppe führen ihr regionales Mediengeschäft in einem Joint Venture zusammen, an dem beide zur Hälfte beteiligt sind. Axel Wüstmann, aktuell CEO der AZ Medien, wird CEO des Joint Ventures.

Was sind überhaupt die Vorteile dieses Zusammenschlusses?

Der Zeitungsverbund mit insgesamt 400 000 Auflage wird so viel stabiler. Die Reichweite aller Medien mit über zwei Millionen erreichten Personen bietet uns grosse Chancen. Auch die Investitionen in zukünftige Projekte und die digitale Transformation können wir gemeinsam viel besser stemmen. 

Wie geht es nun konkret weiter?

Eine Grundsatzvereinbarung ist unterzeichnet. Das Joint Venture wird bei der Wettbewerbskommission angemeldet, im Anschluss ist die Gründung des neuen Unternehmens geplant. Erfahrungsgemäss dauert dieser Prozess einige Monate. Bis dahin arbeiten beide Unternehmen getrennt voneinander weiter.

Warum ist Watson nicht dabei?

Watson ist ein eigenständiges, nationales Newsportal, das immer noch in einem Startup-Modus operiert. Wir wollen ihm die nötige Freiheit geben.

Wer hat im gemeinsamen Unternehmen das Sagen?

Die neue Gesellschaft wird paritätisch von AZ Medien und der NZZ geführt. 

Hier gehts zur offiziellen Medienmitteilung

Peter Wanner: «Versuche, die DNA eines Familienunternehmens einzubringen»

Peter Wanner: «Versuche, die DNA eines Familienunternehmens einzubringen»

Die AZ Medien und die NZZ-Mediengruppe führen ihr regionales Mediengeschäft in einem Joint Venture zusammen. Peter Wanner wird VR-Präsident des neuen Unternehmens, die Verlegerfamilie Wanner ist zu 50 Prozent an dem Joint Venture beteiligt.